
Seelisches Erleben und körperliche Empfindungen sind eng verbunden – das ist jedem bekannt: die Angst sitzt einem im Nacken, man spürt die Wut im Bauch, etwas geht einem an die Nieren oder ein Konflikt in der Familie oder am Arbeitsplatz raubt den Schlaf. Solche Reaktionen kennen wir alle und meist gehen sie schnell vorüber. Doch manchmal häufen sie sich, weil Stressoren in zu kurzen Intervallen auftreten oder dauerhaft bleiben. Konzentrationsprobleme, Blockaden, Empfindungslosigkeit, Störung der Selbstwahrnehmung und organisch nachweisbare Veränderungen können die Folgen sein.
Diese Symptome findet man bei Ängsten, Depressionen, Zwangs- und Suchterkrankungen sowie neurotischen Verhaltensstörungen. Die Lebensführung wird durch sie genauso beeinträchtigt wie der zwischenmenschliche Austausch und die physische sowie psychische Leistungsfähigkeit einschließlich der Arbeitsfähigkeit. Auch Umweltfaktoren wie Mobbing am Arbeitsplatz, Leistungsdruck, (drohende) Arbeitslosigkeit, die schwere Erkrankung eines nahen Angehörigen, der Verlust des Partners und vieles anderes können dazu führen, dass Körper und Seele gravierend aus dem Gleichgewicht geraten: Der Mensch wird krank.
Ergotherapie unterstützt hier die erforderlichen medikamentösen und psychotherapeutischen Maßnahmen. Ergotherapie bietet ein breites Spektrum an Behandlungsinhalten, die dabei helfen den Alltag wieder zu meistern und wieder belastbarer und flexibler zu werden. Mit der ergotherapeutischen Behandlung lernen Sie, sich selbst und Ihre Umwelt wieder klarer wahrzunehmen, neue Handlungsstrategien zu entwickeln und eigene Problemlösungen zu finden.
Körperwahrnehmung/Ver-Haltensmuster
Emotionalität/Soziale Zusammenhänge
Geistige Fähigkeiten
Berufliche Rehabilitation